Online-Attacken: Wo müssen Künstler im Internet aufpassen?

Künstler leben von Sichtbarkeit im Internet. Aber genau diese Sichtbarkeit macht sie angreifbar.

Künstlerinnen und Künstler sind online sichtbarer denn je. Websites, Social Media und digitale Plattformen helfen dabei, Werke zu zeigen, Kontakte zu knüpfen und neue Käufer, Auftraggeber oder Veranstalter zu erreichen. Doch diese Sichtbarkeit bringt auch Risiken mit sich: unseriöse Kaufanfragen, Fake-Aufträge, Identitätsdiebstahl, gehackte Accounts, Bilddiebstahl und Betrugsversuche über angebliche Galerien, Speditionen oder NFT-Plattformen.

Dieser Artikel zeigt, welche Gefahren im Internet besonders für Künstler relevant sind, woran man unseriöse Anfragen erkennt und wie man die eigene künstlerische Identität, die eigenen Werke und die eigenen Daten besser schützt. Er soll nicht verunsichern, sondern helfen, aufmerksam zu bleiben: Wer typische Warnsignale kennt, kann echte Chancen besser von gefährlichen Fallen unterscheiden.

Wenn die Anfrage zu gut klingt: Wie Künstler unseriöse Nachrichten, Fake-Käufer und Identitätsdiebstahl erkennen

Künstlerinnen und Künstler leben von Sichtbarkeit. Wer gesehen werden will, zeigt seine Arbeiten, erzählt von Projekten, teilt Ausstellungen, Proben, Entwürfe, Auftritte oder neue Werke. Das Internet ist dafür ein Geschenk: Eine Website, Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn oder Kunstplattformen können Türen öffnen, Kontakte schaffen und Verkäufe ermöglichen.

Doch genau diese Sichtbarkeit hat auch eine Schattenseite:

Denn wer online gefunden werden kann, wird nicht nur von Sammlern, Galerien, Veranstaltern, Fans oder Auftraggebern entdeckt. Auch Betrüger nutzen die öffentliche Präsenz von Künstlerinnen und Künstlern aus. Sie kopieren Bilder, erstellen Fake-Profile, schreiben scheinbar seriöse Kaufanfragen oder versuchen, über falsche Aufträge an Geld, Daten oder Zugangsdaten zu kommen.

Das Gefährliche daran: Viele dieser Nachrichten wirken auf den ersten Blick erfreulich.

  • Da ist jemand begeistert von der eigenen Kunst.
  • Da möchte jemand sofort kaufen.
  • Da bietet jemand ein Honorar, das überraschend hoch klingt.
  • Da lädt angeblich eine Galerie zur Ausstellung ein.
  • Oder jemand schreibt, er wolle ein Werk als NFT erwerben.

Gerade weil Kunst persönlich ist, funktionieren viele dieser Maschen ähnlich:

Über Vertrauen, Anerkennung und Hoffnung.

Warum sind gerade Künstler gefährdet?

Künstlerinnen und Künstler zeigen online oft mehr als nur ein Produkt. Sie zeigen Persönlichkeit, Stil, Arbeitsweise, Gesicht, Vita, Atelier, Ausstellungen, Kontakte und manchmal auch private Einblicke. Das ist für Kunstmarketing wichtig, kann aber auch missbraucht werden.

Betrüger können öffentlich sichtbare Informationen nutzen, um glaubwürdiger zu wirken. Sie beziehen sich auf echte Werke, kopieren Bilder, übernehmen Namen oder erstellen Profile, die auf den ersten Blick authentisch aussehen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beschreibt Identitätsdiebstahl unter anderem als das Sammeln persönlicher Daten und Bilder, um damit neue Accounts im Namen anderer Personen zu erstellen. (Quelle: BSI)

Für Künstler kann das besonders unangenehme Folgen haben: Ein gefälschtes Profil kann Werke anbieten, mit Sammlern kommunizieren, Geld kassieren oder dem Ruf der echten Person schaden. Wird ein Social-Media-Account gehackt, können Fremde im Namen der betroffenen Person Inhalte veröffentlichen oder Kontakte anschreiben. (Quelle: BSI)

Wenn Kaufinteresse nur ein Köder ist: Verführerische Sätze

Eine der häufigsten Betrugsformen beginnt mit einer harmlos wirkenden Nachricht:

  • „Ich liebe Ihre Arbeit.“
  • „Ist dieses Werk noch verfügbar?“
  • „Ich möchte mehrere Bilder kaufen.“
  • „Ich suche ein Geschenk für meine Frau.“
  • „Ich bin Sammler und interessiere mich für Ihre Kunst.“

Solche Anfragen können natürlich echt sein. Aber sie sollten aufmerksam machen, wenn sie ungewöhnlich allgemein bleiben. Betrüger schreiben oft viele Künstler gleichzeitig an. Deshalb wirken ihre Nachrichten häufig austauschbar. Sie loben die Kunst überschwänglich, nennen aber kein konkretes Werk. Oder sie wollen sofort kaufen, ohne nach Maßen, Technik, Preis, Versand, Herkunft oder Echtheit zu fragen.

Besonders verdächtig wird es, wenn schnell Geld ins Spiel kommt. Aber in eine falsche Richtung. Ein seriöser Käufer bezahlt den Kaufpreis. Ein unseriöser Kontakt fordert plötzlich Gebühren, Vorschüsse, Versandkosten, Versicherungen, Zollkosten oder Freischaltungen.

Eine einfache Grundregel lautet:

Wer etwas von Ihnen kaufen will, sollte Sie bezahlen und nicht umgekehrt.

Und die Zahlung sollte auf seriöse Weise abgewickelt werden.

Der Versandkosten- und Vorkasse-Trick

Bei dieser Masche behauptet ein angeblicher Käufer, er wolle das Werk erwerben, aber der Transport müsse über eine bestimmte Spedition, einen Kurier oder eine Agentur laufen. Dann heißt es, der Künstler solle zunächst Versandkosten, Versicherung oder eine Bearbeitungsgebühr überweisen. Das Geld werde später angeblich erstattet.

Das klingt manchmal plausibel, besonders bei internationalen Anfragen. Tatsächlich ist es aber ein klassischer Warnhinweis. Sobald Künstler Geld zahlen sollen, bevor überhaupt ein echter Zahlungseingang sicher ist, sollte die Kommunikation gestoppt und geprüft werden.

Seriöse Käufer akzeptieren nachvollziehbare Zahlungswege, klare Rechnungen und transparente Versandabsprachen. Sie drängen nicht zu ungewöhnlichen Zahlungsdiensten, Geschenkkarten, Kryptowährungen oder privaten Zwischenlösungen.

Überzahlungsbetrug: Wenn angeblich zu viel bezahlt wurde

Eine weitere bekannte Betrugsform ist der sogenannte Überzahlungsbetrug. Dabei erhält der Künstler angeblich eine Zahlung, einen Scheck oder einen Zahlungsbeleg über einen höheren Betrag als vereinbart. Danach bittet der Käufer darum, die Differenz zurückzuüberweisen.

Das Problem: Die ursprüngliche Zahlung ist gefälscht, platzt später oder wird zurückgebucht. Die Federal Trade Commission warnt, dass gefälschte Schecks erst nach Wochen auffallen können; bis dahin kann das weitergeleitete Geld bereits verloren sein. (Quelle: Consumer Advice)

Für Künstler bedeutet das:

Wenn jemand zu viel bezahlt, sollte man kein Geld zurücküberweisen. Stattdessen sollte die Transaktion sauber abgebrochen und nur mit korrektem Betrag neu gestartet werden. Noch besser ist es, mit sicheren, nachvollziehbaren Zahlungswegen zu arbeiten und erst dann zu versenden, wenn das Geld tatsächlich verfügbar und nicht nur angekündigt ist.

Fake-Aufträge und angebliche Traumprojekte

Nicht jeder Betrugsversuch beginnt mit einem Kunstkauf. Manche Täter melden sich mit angeblichen Aufträgen:

  • Ein Buch soll illustriert werden.
  • Ein Musikcover wird gebraucht.
  • Ein Theaterplakat soll gestaltet werden.
  • Ein Porträt wird in Auftrag gegeben.
  • Eine internationale Ausstellung sucht noch Künstler.
  • Eine Agentur braucht schnell kreative Arbeiten.
  • Ein Sammler will mehrere Werke auf einmal erwerben.

Auch hier gilt: Solche Anfragen können echt sein. Doch Vorsicht ist angebracht, wenn das Honorar ungewöhnlich hoch ist, der Auftraggeber kaum überprüfbar ist oder kein richtiges Briefing liefern kann.

Ein seriöser Auftraggeber kann in der Regel erklären, wer er ist, wofür die Arbeit gebraucht wird, welche Rechte benötigt werden, welches Budget realistisch ist und wie der Vertrag aussehen soll. Eine unseriöse Anfrage bleibt oft vage, baut aber gleichzeitig Druck auf.

Typische Warnzeichen sind:

  • keine überprüfbare Identität
  • keine echte Website oder kein Impressum
  • E-Mail-Adressen von kostenlosen Anbietern statt offizieller Domains
  • unrealistisch hohe Honorare
  • Zeitdruck
  • Bitte um Ausweiskopien oder sensible Daten
  • Zahlungswege außerhalb normaler Geschäftsabläufe
  • Anhänge oder Links, die angeblich Verträge enthalten

Identitätsdiebstahl: Wenn jemand Ihren Namen benutzt

Für Künstler ist der eigene Name oft Teil der Marke. Genau deshalb ist Identitätsdiebstahl so gefährlich.

Ein Fake-Profil kann Bilder, Biografie, Ausstellungsfotos und Werkabbildungen übernehmen. Für Außenstehende ist oft schwer zu erkennen, welches Profil echt ist. Im schlimmsten Fall kommuniziert ein Betrüger mit Interessenten, verkauft angebliche Werke oder sammelt Anzahlungen ein.

Auch die rechtliche Dimension ist ernst. Die Erstellung eines Accounts unter fremdem Namen ohne Zustimmung kann Persönlichkeitsrechte verletzen; dazu gehört auch die unbefugte Nutzung von Namen und Bildern. (Quelle: ZDFheute)

Künstler sollten deshalb regelmäßig prüfen, ob ihr Name, ihre Bilder oder ihre Werke auf fremden Profilen auftauchen. Hilfreich sind Suchmaschinen, Bilder-Rückwärtssuche und Hinweise aus der eigenen Community. Wer ein Fake-Profil entdeckt, sollte Screenshots sichern, das Profil melden und die eigene Community warnen.

Wenn der eigene Account gehackt wird

Ein gehackter Social-Media-Account ist für Künstler mehr als ein technisches Problem. Oft hängen daran Reichweite, Kontakte, Kundenkommunikation, Veranstaltungsinformationen und jahrelange Aufbauarbeit.

Wird ein Account übernommen, können Betrüger Nachrichten an Sammler, Kollegen oder Fans schicken. Sie können falsche Verkaufsangebote veröffentlichen, private Nachrichten lesen oder Zugang zu weiteren Diensten suchen.

Der wichtigste Schutz ist banal, aber wirksam:

  • starke, einzigartige Passwörter
  • ein Passwortmanager
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • aktuelle Wiederherstellungs-E-Mail
  • keine Login-Links aus Nachrichten öffnen
  • keine Passwörter mehrfach verwenden
  • Adminrechte für Websites und Social-Media-Seiten regelmäßig prüfen

Besonders wichtig: Wer eine Nachricht erhält, dass ein Account gesperrt, verifiziert oder geprüft werden müsse, sollte nicht direkt auf den Link klicken. Besser ist es, die Plattform selbst im Browser zu öffnen und dort zu prüfen, ob wirklich eine Meldung vorliegt. Die Nachricht per E-mail selbst könnte gefälscht sein, um an ihre Zugangsdaten zu kommen.

NFT-Anfragen: Zwischen Chance und Betrugsrisiko

Viele Künstler erhalten Nachrichten wie:

  • „Ich möchte Ihre Werke als NFT kaufen.“
  • „Ich zahle mehrere ETH für Ihre Kunst.“
  • „Bitte minten Sie das Werk auf dieser Plattform.“
  • „Sie müssen nur eine kleine Gebühr bezahlen.“

NFT-Anfragen sind nicht automatisch Betrug. Aber sie sind in den letzten Jahren ein beliebter Einstieg für Betrugsversuche geworden. Typische Muster sind Fake-Plattformen, angebliche Minting-Gebühren, Phishing-Links oder falsche Zahlungsbestätigungen. Berichte aus dem Kunstbereich beschreiben etwa Fälle, in denen Künstler auf angeblichen NFT-Marktplätzen Gebühren zahlen sollen, um einen angeblichen Verkauf freizuschalten. (Quelle: Artpic)

Die wichtigste Regel bleibt auch hier:

Keine Gebühren an unbekannte Personen oder Plattformen zahlen, nur weil ein angeblicher Käufer einen hohen Betrag verspricht.

Wer sich mit NFTs nicht auskennt, sollte vor jeder Handlung recherchieren, keine Wallet mit unbekannten Seiten verbinden und niemals Recovery-Phrases, Seed-Phrases oder private Schlüssel weitergeben.

Bilddiebstahl: Wenn Werke ohne Erlaubnis verwendet werden

Neben Geldbetrug ist auch der Diebstahl von Bildern ein reales Problem. Werke können kopiert, auf fremden Websites veröffentlicht, als Drucke verkauft, für Werbung genutzt oder in Social Media ohne Erlaubnis verbreitet werden.

Ein vollständiger Schutz ist online kaum möglich. Wer Werke zeigt, macht sie sichtbar und damit auch kopierbar.

Trotzdem können Künstler vorbeugen:

  • Bilder nicht unnötig hochauflösend veröffentlichen
  • Dateinamen sinnvoll benennen
  • Copyright-Hinweise auf Website und Profilen platzieren
  • Wasserzeichen bei bestimmten Werkabbildungen prüfen
  • Originaldateien, Entwürfe und Entstehungsdaten sichern
  • verdächtige Verwendungen dokumentieren
  • regelmäßig nach eigenen Bildern suchen

Wichtig ist vor allem die Dokumentation. Wer nachweisen kann, wann ein Werk entstanden ist und wo es zuerst veröffentlicht wurde, hat bessere Chancen, gegen Missbrauch vorzugehen.

Künstler erhalten häufig Dateien: Briefings, Verträge, Ausschreibungen, Bildmaterial, Referenzen, technische Anforderungen oder angebliche Einladungen. Genau das nutzen Betrüger aus.

Eine E-Mail mit dem Betreff „Ausstellungsvertrag“, „Kunstankauf“, „Briefing“, „Honorarvereinbarung“ oder „Einladung zur Messe“ wirkt schnell relevant. Doch Anhänge können Schadsoftware enthalten. Links können zu gefälschten Login-Seiten führen.

Besondere Vorsicht gilt bei:

  • ZIP-Dateien
  • ausführbaren Dateien
  • Office-Dateien mit Makros
  • Links zu unbekannten Cloud-Diensten
  • angeblichen Login-Seiten
  • Passwortabfragen nach dem Öffnen eines Links
  • Dateien von Personen, die man nicht eindeutig zuordnen kann

Im Zweifel sollte man die Person über einen zweiten Kanal kontaktieren oder die Organisation direkt über die offizielle Website anschreiben.

Was Künstler online besser nicht preisgeben sollten

Sichtbarkeit bedeutet nicht, alles öffentlich zu machen. Einige Informationen sollten Künstler bewusst schützen.

Dazu gehören:

  • private Adresse
  • private Telefonnummer
  • Geburtsdatum
  • Ausweisdokumente
  • Bankdaten
  • Unterschriften
  • Reisezeiten
  • private Familieninformationen
  • interne Vertragsdetails
  • Kundendaten
  • Zugangsdaten zu Plattformen oder Websites

Auch Atelieradressen sollten bewusst eingesetzt werden. Wer ein öffentliches Atelier hat, kann es natürlich nennen. Wer jedoch zu Hause arbeitet, sollte überlegen, ob eine Postadresse, ein Impressumsdienst oder eine geschäftliche Kontaktadresse sinnvoller ist.

Warnsignale: Daran erkennen Sie unseriöse Anfragen

Nicht jedes einzelne Warnsignal beweist Betrug. Aber je mehr Punkte zusammenkommen, desto vorsichtiger sollten Sie werden.

Eine Anfrage ist verdächtig, wenn:

  • sie extrem allgemein formuliert ist
  • sie kein konkretes Werk nennt
  • sie ungewöhnlich hohe Summen bietet
  • sie Druck aufbaut
  • sie viele Rechtschreib- oder Übersetzungsfehler enthält
  • sie über ungewöhnliche Zahlungswege laufen soll
  • Sie Geld zahlen sollen, bevor Sie Geld erhalten
  • der Käufer eine bestimmte Spedition aufzwingt
  • ein Zahlungsbeleg statt eines echten Zahlungseingangs geschickt wird
  • Sie sensible Daten senden sollen
  • Sie sich über einen Link einloggen sollen
  • die Person nicht überprüfbar ist
  • Website, Impressum oder Social-Media-Profil nicht zusammenpassen

Ein besonders starkes Warnsignal ist immer die Kombination aus Schmeichelei, Zeitdruck und Geldforderung.

Was tun, wenn Sie betroffen sind?

Wenn Sie merken, dass eine Anfrage unseriös ist, brechen Sie den Kontakt ab. Diskutieren Sie nicht lange, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und schicken Sie keine weiteren Daten.

Wenn bereits etwas passiert ist, helfen diese Schritte:

  1. Screenshots der Kommunikation sichern
  2. Profile, E-Mails, Zahlungsdaten und Links dokumentieren
  3. Passwörter ändern
  4. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
  5. Bank oder Zahlungsdienst kontaktieren
  6. Fake-Profile bei der Plattform melden
  7. eigene Community warnen, falls Ihr Name missbraucht wird
  8. bei finanziellem Schaden Anzeige erstatten
  9. Website, Shop und Social-Media-Kanäle auf weitere Auffälligkeiten prüfen

Bei gehackten Accounts empfiehlt das BSI, schnell zu handeln und Kontaktstellen der jeweiligen Anbieter zu nutzen. (Quelle: BSI)

Eine einfache Checkliste vor jeder Zusage

Bevor Sie auf eine Anfrage eingehen, stellen Sie sich diese Fragen:

  • Wer schreibt mir?
    Kann ich die Person, Galerie, Agentur oder Organisation unabhängig überprüfen?
  • Worum geht es konkret?
    Wird ein bestimmtes Werk genannt? Gibt es ein klares Briefing?
  • Ist das Angebot realistisch?
    Passt der Preis zur Anfrage, zum Markt und zum Kommunikationsverhalten?
  • Soll ich zuerst zahlen?
    Wenn ja: höchstes Warnsignal.
  • Ist der Zahlungsweg sicher?
    Kann ich den Zahlungseingang wirklich prüfen?
  • Gibt es Druck?
    Seriöse Käufer und Auftraggeber lassen Zeit für Prüfung, Vertrag und saubere Abwicklung.
  • Passen E-Mail, Website und Identität zusammen?
    Stimmen Domain, Impressum, Signatur und Auftreten überein?
  • Soll ich sensible Daten senden?
    Ausweis, Bankdaten, Passwörter oder Login-Codes gehören nicht in ungeprüfte Kommunikation.
  • Gibt es einen Vertrag oder eine nachvollziehbare Rechnung?
    Gerade bei Auftragsarbeiten, Nutzungsrechten und Verkäufen sollte alles schriftlich geregelt sein.

Fazit: Sichtbar bleiben und Vorsicht walten lassen

Das Internet bietet Künstlerinnen und Künstlern enorme Chancen. Es macht Werke sichtbar, schafft Kontakte, ermöglicht Verkäufe und bringt Menschen zusammen, die sich sonst nie begegnet wären.

Aber Sichtbarkeit braucht Schutz.

Nicht jede begeisterte Nachricht ist echt. Nicht jeder Käufer will wirklich kaufen. Nicht jede Galerie ist eine Galerie. Und nicht jede Plattform, die professionell aussieht, ist vertrauenswürdig.

Die gute Nachricht: Viele Betrugsversuche lassen sich erkennen, wenn man typische Muster kennt. Wer keine Vorauszahlungen leistet, Zahlungswege prüft, Links vorsichtig behandelt, Accounts absichert und ungewöhnliche Anfragen nicht vorschnell beantwortet, reduziert das Risiko deutlich.

Künstler dürfen sich über Interesse freuen. Sie sollten nur lernen, zwischen echtem Interesse und geschickt verpackter Täuschung zu unterscheiden.

Denn die eigene Kunst verdient Sichtbarkeit. Aber die eigene Identität, die eigenen Daten und die eigene Arbeit verdienen Schutz. Nicht alles sollte online geteilt werden.

Hinweis: Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Falls Sie selbst Opfer der beschriebenen Gefahren geworden sind, wenden Sie sich bitte an entsprechende Rechtsanwälte oder die Polizei.

Matthias

Von Matthias

Seit 2004 unterstützt Matthias Künstler im Internet: Betreiber der Kunst-Plattform www.kunst.ag seit 2004, Verleger des eBooks ‚Kunst erfolgreich verkaufen‚ seit 2006 und Betreiber und Autor des Blogs ‚Tipps & Tricks zum Verkauf von Kunst‚ seit 2009, Autor des Kunsterfolg-Newsletters für Künstler und seit 2021 hier mit der erschwinglichen Künstler-Website.